Glaubst du an Märchen?

Storytelling gilt als einer der vorherrschenden Trends im Marketing. Längst reicht es nicht mehr aus, dem Kunden lediglich Fakten durch Marketingkampagnen zu vermitteln.

Konzeptionelles Storytelling – Team diffrent macht's möglich

10. Juni 2021

Sind wir privat nicht alle kleine Geschichtenerzähler:innn? Ja gut, einige sind begnadete «Märlitanten und -onkel», andere vielleicht weniger. Aber jeder von uns kann beim Feierabendbier seinen Alltag lebendig schildern. Je packender die Erzählweise, desto eher bleibt die Geschichte in Erinnerung. Genau das ist Storytelling.

Konzeptionelles Vorgehen hilft

Oft steckt viel Arbeit hinter dem Kern einer überzeugenden Story. Nicht jede:r Unternehmer:in wird eine geeignete Geschichte einfach so geschenkt. Hier gilt es konzeptionell vorzugehen, um zu begeistern und emotional zu bewegen. Mit anderen Worten: Als erstes geht es immer um die Ausgangslage: wo kommen wir her? Wer sind wir? Und um die Zielsetzung: wo wollen wir hin? Warum ist unser Projekt, unser Produkt oder unser Unternehmen eine gute Sache? Daraus formulieren wir die Dialoggruppen und die dazugehörenden Botschaften, um passende Massnahmen und Kommunikationskanäle zu ergreifen.

Klingt banal. Trotzdem wird eine unglaubwürdige Geschichte schnell durchschaut. Gerade heute bin ich von einem Herrn Callcenter angerufen worden. Er wollte mich locker ins Gespräch verwickeln, als ich ihn unvermittelt fragte, ob er seinen Text ablesen würde. Seine Reaktion? Totenstille. Dann schallendes Gelächter. Seine Stimme veränderte sich. Er war wach, redete frei. Und bedankte sich für meinen Hinweis, dass er in Zukunft ungezwungener ins Verkaufsgespräch starten solle.

Grundstein, Fokus, Weg – alles klar?

Ich liebe es, guten Geschichten zuzuhören.

Ab zur Fachfrau für Märchen.

Die Ausgangslage legt den Grundstein für Klarheit. Die Zielsetzung sorgt für den Fokus. Die Botschaften in unterschiedlicher Tonalität pro Dialoggruppe ebnen den Weg. Es ist wichtig, die Dialoggruppen präzise auszuwählen. Eine Einteilung in iInterne und Externe hilft, dass niemand «vergessen» geht. Je nach Storytelling priorisiere ich eine Dialoggruppe, denn im Hinterkopf bin ich mir meinem stets Ziel bewusst. Wen spreche ich besonders aktiv an, bei wem halte ich mich zurück? Für eine gute Geschichte muss ich mein Gegenüber einschätzen können. Was am Stammtisch funktioniert, kann bei einem Elternabend kläglich scheitern. Welche Rolle sollen wir einnehmen? Erst, wenn wir die Merkmale wie Alter, Geschlecht, Bildungsstand und Verhalten festgelegt haben, können wir die Kommunikationskanäle bestimmen. Genau dieser Schritt ist fürs Storytelling so wichtig. Dann können wir auf die Bedürfnisse perfekt eingehen.

Ganz nach dem Motto: «das Leben ist das schönste Märchen» freue ich mich darauf eure Story zu hören.

Eure Anita.

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